Vorbericht zur Deutschen Ländermeisterschaft 2014- Hessische Teams im Trainingslager

Vorbericht zur Deutschen Ländermeisterschaft 2014-

Hessische Teams im Trainingslager

Auch in diesem Jahr finden vom 2.-7. Oktober wieder die Deutschen Ländermeisterschaften in Hannover statt. Rekordverdächtige 20 Mannschaften haben sich angekündigt, darunter auch gleich zwei Teams aus Hessen.

Normalerweise gilt bei der Hessischen Schachjugend ja strengste Geheimhaltung in puncto Vorbereitung auf große Turniere. In diesem Jahr konnten wir jedoch einen heimlichen Informanten gewinnen und ihm ein paar Leaks entlocken. Lest selbst!

Reporter: Herr Unbekannt, in einer guten Woche startet die Deutsche Ländermeisterschaft 2014 in Hannover. Wie bereitet sich Hessen auf dieses Event vor?

Informant: Nach dem Debakel im letzten Jahr mussten wir natürlich reagieren und grundlegend etwas ändern. Um es allen noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, im letzten Jahr belegten wir den sechsten Tabellenplatz. Zu Beginn der Meisterschaft lief unser Motor nicht richtig warm, dann zogen wir in der Mitte des Turniers auch noch die Handbremse an und standen irgendwann mit Warnblinker und 2/8 Punkten auf dem Standstreifen. Erst gegen Ende des Turniers konnten wir die Motorpanne reparieren und noch einmal Gas geben. Das war aber leider auch schon zu spät, um im Rennen um die Treppchenplätze noch mitzumischen.

Reporter: Interessant. Gerüchten zufolge schickt Hessen in diesem Jahr gleich zwei Rennwagen (Hessen 1 und Hessen 2) an die Startlinie…

Informant: Naja, beim Blick auf die Aufstellung würde ich eher sagen, wir sind in diesem Jahr auf zwei Fahrrädern unterwegs. (lacht) Spaß beiseite: Das ist richtig, wir spielen mit zwei Teams. Falls bei einem Team wieder Sand im Getriebe ist, haben wir dann noch ein zweites Eisen im Feuer.

Reporter: Nun gut, Herr Kersten, ähhhh, ich meine natürlich Herr Unbekannt, verraten Sie uns die Aufstellungen der beiden hessischen Teams?

Informant: Bisher sind die konkreten Aufstellungen der anderen Landesverbände noch nicht einsehbar. Den Spielerpool der anderen Mannschaften kann man hier einsehen: www.deutsche-schachjugend.de/2014/dlm . Es wäre taktisch ungeschickt, hier und jetzt unsere genaue Aufstellung rauszuposaunen, da sich die Konkurrenz dann vorbereiten könnte. Aber ich kann ja mal sagen, welche hessischen Spielerinnen und Spieler mitfahren.

Das sind Franziska Liez, Tabea Wilke, My Linh Tran, Leonore Poetsch, Katharina Reinecke, Theresia Bürmann und Helene Flach bei den Mädchen und Julius Grimm, Markus Hahn, Vinzent Spitzl, Jan-Christian Schröder, Alexander Krastev, Oliver Stork, Wladislaw Galkin, Marian Nothnagel und Robert Baskin bei den Jungs.

Ein Mitspieler wird gerade noch ins Trainingslager eingeflogen, da einer unserer Teilnehmer unser hartes Trainingsprogramm bei der Vorbereitung nicht durchgehalten hat. Ersatz ist aber wie gesagt unterwegs.

Reporter: Ein Trainingslager zur Vorbereitung- das hört sich ja spannend an. Wo geht Ihr denn in Klausur?

Informant: Nun ja, im vergangenen Jahr waren wir zwei Wochen auf Hawaii. Da gab es aber nach dem Turnier starke Kritik, dass wir uns dort am Strand nur einen faulen Lenz gemacht und jede Menge Geld verprasst hätten. Um diese These zu überprüfen, haben wir unser Trainingsquartier in diesem Jahr drei Wochen lang auf den Malediven aufgeschlagen.

Reporter: Habt Ihr auch eine konkrete sportliche Vorbereitung zur Verbesserung der Fitness der Teilnehmer, um etwas Zug in den Laden zu bringen?

Informant: Selbstverständlich! Im letzten Jahr kam uns vor allem unsere ausgezeichnete Kondition in den letzten Runden zugute. Da setzten wir uns mit drei Siegen in den letzten drei Runden noch auf den sechsten Tabellenplatz.

Um auch in diesem Jahr konditionell wieder in Höchstform auflaufen zu können, haben wir für unsere Spielerinnen und Spieler wieder ein spezielles Trainingsprogramm ausgetüfelt: Auf die Sitzplatzreservierung bei der Anreise im Zug wurde verzichtet, Rolltreppen an den Bahnhöfen sind für unsere Teilnehmer tabu und der traditionelle McDonaldsbesuch wird durch die gesunde Alternative Subway ersetzt.

Ein positier Nebeneffekt des Fitnessprogramms und der eingesparten Kosten für die Sitzplätze der Teilnehmer im Zug ist auch, dass für uns Trainer endlich ausreichend Geld vorhanden ist, um auf der Fahrt in der 1. Klasse zu sitzen… rein dienstlich, versteht sich, um besser an der Vorbereitung arbeiten zu können.

Reporter: Trainer sind also auch im Gepäck. Wen habt Ihr denn da alles eingepackt?

Informant: Wir verfügen über einen erstklassigen vierköpfigen Trainerstab. Mit Julian Geske, Frank Roeberg und Uwe Kersten als Sekundanten und Florian Hahn- mangels Spielstärke in der Cheerleaderrolle- sind wir bestens gerüstet.

In den letzten Tagen haben wir bereits die ein oder andere Nachtschicht eingelegt, um zu überlegen, welche Varianten wir vor Ort auspacken- normalen Filterkaffee, Espresso, Milchkaffee, … .

Reporter: Da sage noch einer, die Vorbereitung sei ineffektiv…

Eine letzte Frage hätte ich dann noch, Herr Unbekannt. Wie steht es um die Erwartungen an die beiden hessischen Teams? Welche Platzierungen erwarten Sie?

Informant: Da wie bereits gesagt noch keine Aufstellungen zur Hand sind, wäre jede Prognose im Moment Kaffeesatzleserei. Aus diesem Grund habe ich meine alte Glaskugel mal wieder ausgepackt und befragt- meine Propheziehung: Schachlich werden wir sicherlich keinen Blumentopf gewinnen, in der Kategorie „Grüßter Kaffeekonsum“ zählen wir allerdings zu den ganz heißen Kandidaten auf den Titel.

Reporter: Vielen Dank für das informative Gespräch, Herr Kärsten, ähh Mister X, verdammt…

Informant: Kersten, aber kein Ding. Ich danke Ihnen, insbesondere auch für die Diskretion mit meinem Namen…

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