Abschlussbericht Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften 2017

 

 

 

Die hessische Delegation umfasste dieses Jahr 49 Personen. Davon spielten 20 in den geschlossenen Meisterschaften U10(w) – U18(w), 4 in den offenen Meisterschaften sowie 3 im KiKa. Die Delegationsleitung lag bei Jonas Lenz und Viktoria Hauk, die zusammen mit einem 6 köpfigen TrainerInnenteam versuchten, die besten Spielbedingungen für alle vorherrschen zu lassen. Dieses Team bestand aus: Markus Hahn, Florian Hahn, Jürgen Haakert, Oliver Bewersdorff, David Lobzhanidze, Sonja Bluhm.

Zum schachlichen Teil haben die TrainerInnen Kurzberichte zu ihren SpielerInnen geschrieben, diese findet ihr weiter unten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit 5 spielenden Personen bei der Siegerehrung auf der Bühne jede/r vierte oben war.

Im Einzelnen: U10 Platz 5 Bennet Hagner, U10 w Platz 3 Frieda von Beckh, U12 Platz 5 Alexander Krastev, U16 w Platz 2 Leonore Poetsch, U18 Platz 5 Vinzent Spitzl. An dieser Stelle erneut herzlichen Glückwunsch. Auch allen anderen SpielerInnen, die eine Woche Höchstleistung abgeliefert haben.

Neben den schachlichen Aktivitäten haben wir wie immer einiges unternommen und den Gemeinschaftsgedanken großgeschrieben.

Neben unzähligen Fußballkämpfen, Tischtennisrunden und Badmintonmatches wurden auch wieder viele Gesellschaftsspiele gespielt, die Sommerrodelbahn besucht oder die eine oder andere Kugel Eis gegessen.

Wenn ihr mehr dazu erfahren möchtet, schaut doch mal in unsere Tagesberichte.

Wir hatten wieder eine schöne Woche, während der viel mitgefiebert wurde und man sich am Ende gemeinsam freuen konnte.

Wir freuen uns, euch demnächst wieder bei einer unserer Veranstaltungen begrüßen zu können.

Für das Team HSJ

Jonas und Vicky

 

 

Mika Cromm

In der U10 erreichte Mika Cromm gute 5,5 Punkte und einen DWZ Zuwachs von 100 Punkten . Seine solide Eröffnungswahl und sein Figurenverständnis brachten ihn am Ende 5 kompromisslose Siege und nur ein Remis. Am Ende landete er auf Platz 33.

Frieda von Beckh

Frieda von Beckh startete in das Turnier als Setzlisten Fünfte. Durch ihre fintenreichen Eröffnungen und guten taktischen Kenntnissen erreichte sie am Ende 7,5 Punkte aus 11 Partien und einen starken dritten Platz. Darüber hinaus eine Einladung zur Welt- oder Europameisterschaft und einen DWZ Sprung auf 1382.

Rosalie Werner

In der U12w landete Rosalie Werner mit 5 Punkten auf dem 25. Platz. Besonders ihre Partie in der achten Runde wird mir im Gedächtnis bleiben. Ein Zusammenspiel aus Vorbereitung und starken Zügen führte nach genau 20 Zügen zum Matt. Rosalie spielte mit großer Freude, vergab aber in manchen Stellungen leider ihren Vorteil, sodass sie viele Punkte auf der Strecke liegen lassen musste.

Jelena Schwegler

Meine größte Überraschung war jedoch Jelena Schwegler in der U14w. An Platz 24 gesetzt, spielte Jelena ein großartiges Turnier, sogar gegen die spätere Deutsche Meisterin, und landete am Ende auf Platz 12. Der Sprung auf 1455 sollte ihr tolles Turnier krönen!

Bennet Hagner

Bennet Hagner U10 7,5 / 11 Platz 5 Von Setzlistenrang 10 startete Bennet bei seiner zweiten DJEM in der U10 und gehörte somit zum erweiterten Favoritenkreis. Bennet konnte sich frühzeitig an der Spitze des Teilnehmerfeldes platzieren, wodurch er sich im Laufe des Turnieres mit den ersten 5 Spielern der Setzliste messen durfte. Am Ende steht ein 5. Platz und die erneute Qualifikation zur Europameisterschaft und möglicherweise gelingt 2018 im letzten U10 Jahr der ganz große Wurf. Ein schönes Beispiel für Bennets unkonventionelles und unbekümmertes Spiel, für das er zu Unrecht bei ChessyTV kritisiert wurde, ist sein Sieg in Runde 9, wo er seinen Gegner immer wieder vor neue Probleme stellte.

Erik Simukov

Erik Simukov U12 4,5 / 11 Platz 42 Erik spielte leider ein schlechtes Turnier – auffallend war häufig das Übersehen von gegnerischen Schlüsselmotiven/Taktiken, sowie eine zu statische Vorteilsverwertung. Positiv bleibt festzuhalten, dass Erik im Laufe der DJEM sein Repertoire mit beiden Farben vertiefen konnte, sowie das Opfern von Qualitäten und Bauern in den letzten Wochen in sein Spiel aufgenommen hat, so dass die DJEM 2017 hoffentlich langfristig positive Nachwirkungen zeigt.

Carolin Valeria Diener

Carolin Valeria Diener U18w 3 / 9 Platz 22 Carolin konnte ihre gute Form aus diesem Jahr leider nicht mit auf die DJEM mitnehmen, nach solidem Start folgte eine Niederlagenserie, die sie trotz vernünftigen Stellungen nicht stoppen konnte. In ihrer guten Anfangsphase spielte Carolin eine schöne Partie, in der sie einen risikofreien Königsangriff durch vorherige gute Zentrumskontrolle aufzog.

Samuel Weber

Samuel kam mit einigen neuen, gut durchdachten Eröffnungen nach Willingen. Er zeigte solide, intelligente Partieanlagen. Leider kosteten ihn der eine oder andere taktische Überseher Punkte, auch gegen den favorisierten Emil Schmidek in einer sehr vorteilhaften Stellung. So blieb er im Bereich des Setzlistenplatzes. Ich würde bei ihm noch einiges Entwicklungspotential für die nächsten Meisterschaften sehen.

Helene Flach

Helene spielte in diesem Turnier mit wenig Glück. Dank solider Kenntnisse bekam sie meist gute bis vorteilhafte Stellungen. Leider klappte es mit dem Ausnutzen der günstigen Situationen kaum.

Dazu kam, dass zwei kritische, scharfe Partien nach hartem Kampf verloren gingen. Helene wird wohl auch durch den Titel der (ungekrönten) Remisenkönigin nicht getröstet sein.

Leonore Poetsch

Die Zielsetzung Top 3-Platzierung ging glänzend in Erfüllung, mit einem klar gesicherten zweiten Platz. Die Zutaten waren Mut, Selbstvertrauen, Nervenstärke in kritischen Situationen, Geschick in der Verteidigung, gute Endspieltechnik sowie auch mal die nötige Portion Glück. Die klare Turniersiegerin zu gefährden war aber nicht drin. Diese war spielerisch allen voraus.

Richard Bethke

Richard konnte leider seine Bestform nicht abrufen. Nach einem Fehlstart mit 1 aus 3 hat er drei Partien gewonnen. Dadurch war er wieder gut im Rennen. Die Niederlage in der 7. Runde war schwer zu kompensieren. Sicherlich wird er seinen Misserfolg schnell wegstecken und in den nächsten Turnieren gute Leistungen bringen, so wie wir es von ihm gewohnt sind.

 

Alexander Krastev

Alex hat insgesamt eine gute Spielqualität gezeigt. In der ersten Turnierhälfte spielte er sehr souverän und lag mit 4,5 aus 5 mit an der Tabellenspitze. Allerdings hat er in den Runden 6 und 7 gute Möglichkeiten ausgelassen und danach wollte er jede Partie auf Gewinn spielen, um noch aus eigener Kraft Erster werden zu können. Erst während der Partie in der letzte Runde würde es klar, dass ein Remis gereicht hätte. Da war’s leider zu spät.

 

Dominik Laux

Dominik hat ein sehr starkes Turnier gespielt. In den Runden 3-9 hat er 6,5 Punkte aus 7 gemacht. Besonders erfolgreich war er mit den weißen Steinen. Als Nummer 14 gesetzt, war er nach 9 Runden alleiniger Spitzenreiter. Am Ende hat es für den geteilten 3-6 Platz gereicht. Damit hat er sein Ziel erreicht und darf an der Europameisterschaft teilnehmen. Da es sein erstes Jahr u12 war, darf er mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.   

Katharina Reinecke

Katharina Reinecke ging in der Altersklasse U16w mit großen Erwartungen und hoch gesteckten Zielen ins Turnier. Nach einem bärenstarken Start mit Auftaktsieg und zwei Remisen gegen die beiden Turnierfavoritinnen Lara Schulze und Annmarie Mütsch standen die Weichen exzellent für einen Platz an der Sonne in der Turniertabelle. Nach einem soliden Schwarzremis folgten anschließend leider zwei bittere Niederlagen in Folge, wodurch sie in der Turniertabelle zurückgeworfen wurde. Nach einem Sieg und einem Remis gegen die Dritte der Setzliste landete Katharina schließlich auf dem 11. Platz. Wenngleich das Endergebnis – immerhin ein kleines DWZ-Plus sprang heraus – nicht vollends zufriedenstellend ist, hat Katharina streckenweise starkes kämpferisches Schach gezeigt und ist nun noch stärker motiviert, hart zu trainieren, um bei den nächsten Turnieren wieder voll anzugreifen!

Pascal Neukirchner

Pascal spielte in diesem Jahr nach einer bärenstarken Hessenmeisterschaft seine erste Deutsche Einzelmeisterschaft und wurde im starken Teilnehmerfeld der Altersklasse U18 direkt ins kalte Wasser geworfen. Viele lange und hart umkämpfte Partien musste er durchstehen, die Auslosung bescherte ihm eine äußerst starke Gegnerschaft und auch mit dem Ersten der Setzliste, der schlussendlich auch souveräner Turniersieger wurde, Roven Vogel, lieferte er sich ein spannendes Duell. Letztlich landete Pascal mit 4 Punkten auf dem 21. Platz. Im Turnier konnte er jede Menge Erfahrung sammeln, um sich künftig einer solch spielstarken Gegnerschaft erfolgreich zu stellen.

Melissa Bayer

Melissa trat in diesem Jahr in der Altersklasse U12w an. Mit Weiß besiegte sie ihre meist schwächeren Kontrahentinnen souverän, mit Schwarz hatte sie gegen durchweg nominell stärkere Konkurrenz einen schweren Stand und es fehlte letztlich ein Quäntchen Glück. Viele packende und hart um kämpfte Partien lieferte sie sich mit ihren Gegnerinnen, spielte unter anderem eine lange und starke Partie gegen die Setzlistenerste und spätere Turniersiegerin, Antonia Ziegenfuß. Auch Melissa konnte wertvolle Erfahrungen auf deutscher Ebene sammeln und wird nun umso härter für die nächste deutsche Meisterschaft trainieren.

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